Flintstone 2020 oder wo geht die Entwicklung hin?

„Was wurde der Diesel als Zukunftstechnik beworben, ja fast schon beschworen. Und wie tief ist er gefallen - ungeachtet der eigentlich positiven Entwicklung und aller Konsequenzen für das Autoland Deutschland. Für eine reine Luft wurden schon in mehreren Städten Dieselfahrverbote verhangen. Sehr sinnvoll in Städten wie Hamburg, wo die Schiffe ihre Dieselmotoren auf Volllast laufen lassen, nebenan aber der Privatdiesel angeblich die Umwelt ruiniert. ‚Dreckig ist er und weg muss er‘ – so lautet die Devise. Nun werden stattdessen Elektroautos, E-Bikes und E-Roller hochgejubelt und als ökogerechte Alternative dargestellt. Ausbeutung und Kinderarbeit bei der Rohstoffgewinnung in Drittstaaten, die dazu notwendige und umweltschädliche Produktion, ein signifikantes Mehr an Energieverbrauch und die weder klimafreundliche noch ökologische Entsorgung stehen schon jetzt zur Debatte. Und der Energiebedarf für die Elektromobilität führte gerade in der EU zur Forderung, nuklear gewonnen Strom als Grünem Strom zu deklarieren. Na danke schön!“, so Andreas Neumann.

„Was wir statt all der Diskussionen brauchen ist ein wirklich funktionierender und bezahlbarer ÖPNV und keine Supertickets für 76 Euro oder Einzelfahrpreise von Merzig nach Saarbrücken und zurück von 18,80 Euro. Und wir brauchen eine besser ausgebaute Bahn, so dass diese eine wirkliche Alternative gerade für Berufspendler darstellt. Hierfür müssen endlich mögliche Streckenreaktivierung auf den Prüftisch. Ansonsten wohl nur noch das Modell Flintstone 2020 bleibt.“

Trotz aller Ironie bzgl. des Bildes, sollte man die Zukunft des Autolandes Deutschland im Hinterkopf behalten. Ford Saarlouis ist ein deutliches Signal: eine komplette Schicht weggefallen, Kurzarbeit steht an. Was wir brauchen, ist ein ökologischer, aber auch sozialer Mobilitäsplan für die Zukunft.

 

 

15. Dezember 2019   -   Pressemitteilung, Mobilität, ÖPNV

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